Über mich

Jo Hermann ist das Pseudonym von Alfred Goldmann.

Ich lebe im Norden Brandenburgs und schreibe Geschichten, Gedanken und kleine Beobachtungen aus dem Alltag.

Viele meiner Texte entstehen aus Erinnerungen, Begegnungen und Erlebnissen, die sich im Laufe eines langen Lebens angesammelt haben. Schreiben ist für mich eine Möglichkeit, diese Geschichten festzuhalten – für meine Familie, für Freunde und für Menschen, die Freude an kleinen, persönlichen Geschichten haben.

Ein besonderer Platz in meinen Texten gehört der Welt des „Schiefen Hauses“. Dort finden sich humorvolle, nachdenkliche und manchmal auch ein wenig schräge Geschichten über das Leben, über Menschen und über die kleinen Dinge, die oft mehr bedeuten als die großen.

Neben dem Schreiben gehören auch Musik, Lieder und Tagebuchgedanken zu meinem Alltag. Sie helfen mir, Erfahrungen zu verarbeiten und die Dinge mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Das Wichtigste in meinem Leben ist jedoch meine Familie – meine Frau, unsere Kinder und die Enkel. Viele der Gedanken und Geschichten entstehen aus diesen gemeinsamen Momenten.

Diese Webseite soll ein Ort sein, an dem sich all das sammelt:

Geschichten, Erinnerungen, Gedanken und ein bisschen Humor aus dem „Schiefen Haus“.

Ein persönlicher Weg

Vor einigen Jahren wurde mein Leben durch eine seltene neurologische Erkrankung – das Guillain-Barré-Syndrom – unerwartet verändert.

Die Zeit danach war nicht immer leicht. Aber sie hat mir auch gezeigt, wie wichtig Schreiben, Musik und Geschichten sein können.

Sie helfen mir, Gedanken festzuhalten, Erinnerungen zu ordnen und dem Leben manchmal mit einem kleinen Augenzwinkern zu begegnen.

Woher meine Geschichten kommen

Manchmal werde ich gefragt, woher meine vielen kleinen Geschichten eigentlich kommen. Die Antwort ist einfach: Von überall. Eine Geschichte kann in einem Zeitungsartikel stecken. In einem Satz, den jemand beiläufig sagt. In einer Erinnerung, die plötzlich wieder auftaucht. Manchmal reicht schon ein kleines Detail: Ein Gespräch am Frühstückstisch. Ein Spaziergang über die Straße. Ein Gedanke, der morgens beim Aufwachen im Kopf auftaucht. Auch die Welttage helfen dabei. Da steht plötzlich im Kalender: Tag der Pistazie. Tag der Handschellen. Tag der Spielzeugsoldaten. Und schon beginnt der Kopf zu arbeiten. Was steckt dahinter? Warum gibt es so etwas? Und was könnte man darüber erzählen? So entstehen kleine Texte. Manchmal ernst. Manchmal nachdenklich. Und manchmal einfach ein bisschen frech und satirisch – so wie das Leben selbst. Eigentlich ist es ganz einfach: Ich gehe durch den Tag mit offenen Augen. Und wenn mir etwas auffällt, halte ich es fest. Ein Gedanke wird ein Satz. Ein Satz wird eine Notiz. Und eine Notiz wird vielleicht eine kleine Geschichte. So sammeln sich mit der Zeit viele Seiten. Nicht, weil ich große Literatur schreiben will. Sondern weil ich glaube, dass auch die kleinen Dinge des Lebens eine Geschichte verdienen. Geschichten liegen überall herum. Man muss sie nur aufheben.

 Was das Schreiben mit mir macht

Wenn man viel schreibt – oder in meinem Fall viel diktiert – passiert etwas Merkwürdiges. Der Tag wird klarer. Gedanken, die morgens noch durcheinanderlaufen wie Menschen auf einem Bahnhof, stellen sich plötzlich in eine Reihe. Man schaut auf eine Situation und merkt: Ach so – so war das also gemeint. Schreiben – oder besser gesagt: Gedanken aussprechen – ist für mich inzwischen eine Art Ordnung im Kopf. Ein Tag, über den man schreibt, geht nicht einfach vorbei. Er bekommt einen Platz. Eine Begegnung wird zu einer Erinnerung. Ein Gedanke wird zu einem Satz. Und ein Satz wird manchmal sogar zu einer kleinen Geschichte. Aus manchen Geschichten wird ein Gedicht – und mitunter auch ein Song. Man achtet plötzlich mehr auf Kleinigkeiten: auf ein Gespräch, auf einen Zeitungsfetzen, auf einen Satz eines Arztes, auf das Wetter vor der Tür. Alles kann plötzlich Material für eine Geschichte sein. Und noch etwas passiert. Wenn man schreibt, merkt man, dass ein Tag nie nur aus Problemen besteht. Zwischen den großen Dingen verstecken sich immer auch kleine Momente, über die man lächeln kann. Vielleicht ist das die eigentliche Wirkung des Schreibens: Es hilft, den Tag nicht einfach nur zu erleben, sondern ihn zu verstehen. Und manchmal – wenn ein Satz besonders gut gelungen ist – fühlt es sich sogar ein bisschen so an, als hätte man dem Tag eine kleine Form gegeben.

Mein Gedanke dazu: Wer schreibt, hält nicht nur Erinnerungen fest. Er entdeckt sie.